Die Invasion der Asiatischen Hornisse ist in der Schweiz in vollem Gange. Sie wird eingestuft als invasive gebietsfremde Art, die nachweislich Schäden in der Umwelt verursacht. Aus China eingeschleppt, durch das Fehlen natürlicher Feinde sowie dem guten Klima, breitet sie sich bei uns mit hoher Geschwindigkeit aus. Die Asiatischen Hornissen bilden sehr grosse Völker mit mehreren tausend Individuen und mehreren hundert Jungköniginnen.
Eine einzelne Asiatische Hornisse tötet pro Minute bis zu 40 Bienen.
Asiatische Hornisse in Zahlen
höhe Sekundernest
Dim. Sekundernest
60cm Durchmesser 80cm Hoch
Ein-/Ausflugloch
1 Kollonie grösse
Königinnen pro Nest
Nahrungsbedarf
1 Asiat. Hornisse
Agressivität
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Die Invasion der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) in der Schweiz ist in vollem Gange. Sie wird eingestuft als invasive gebietsfremde Art, die nachweislich Schäden in der Umwelt verursacht.
Die Asiatische Hornisse ist ein Bienenschädling, der sich in Europa und inzwischen auch in der Schweiz rasch ausbreitet. Asiatische Hornissen jagen Insekten wie Honigbienen, um ihre Larven zu ernähren. Sie sind am dunklen Hinterleib (mit feinen gelben Streifen) und den gelben Beinenden zu Erkennen.
Durch das Fehlen natürlicher Feinde, dem Mangel an Konkurrenz mit anderen Insekten sowie den guten klimatischen Verhältnissen, breitet sie sich auch hierzulande mit hoher Geschwindigkeit aus.
Insbesondere das schweizerische Mittelland scheint ihr dafür ideale Bedingungen zu bieten.
Die asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist ein etwa 3 cm grosses Insekt aus der Familie der Vespidae (Wespen) mit einem dunklen Körper und gelben Hinterleibsspitzen und Beinen. Vor allem über diese Kriterien lässt sich diese Art identifizieren und von anderen Arten, insbesondere von der europäischen Hornisse (Vespa crabro), unterscheiden. Im Flug wirkt die asiatische Hornisse überwiegend schwarz und die europäische Hornisse hingegen deutlich mehr rot-braun.
Die Asiatische Hornisse stellt für die gesamte einheimische Insektenwelt eine grosse Bedrohung dar. Honigbienen stehen genauso wie Wildbienen und andere Insekten auf ihrem Speiseplan. Durch ihre Präsenz sind spürbare Konsequenzen für Biodiversität und Ökosystem zu erwarten. Mangelhafte Bestäubung und in der Folge geminderte Erträge in der Landwirtschaft könnten die Auswirkungen sein. In Obst- und Weinbaubaugebieten ist bei grosser Populationsdichte mit Schäden an Kulturen durch Frass an reifen Früchten zu rechnen.
Durch die erhöhte Präsenz stechender Insekten steigt für den Menschen das Risiko durch Stiche. Besonders gefährdet sind jene, die im Landschafts-/Gartenbau oder in der Forstwirtschaft tätig sind. Bei Störung ihrer Nester reagieren die Asiatischen Hornissen mit massiver Verteidigung. Für Menschen mit Insektengiftallergien besteht ein erhöhtes Risiko durch anaphylaktische Schocks.
Mehrere Stiche der asiatischen Hornisse können auch ein Risiko für den Menschen darstellen, sie sind jedoch nicht gefährlicher als die europäische Hornisse.
Es wird empfohlen, sich nicht näher als 5m einem Nest der asiatischen Hornisse zu nähern und nicht zu versuchen Nester auf irgendwelche Art zu neutralisieren.
Die Asiatische Hornisse wird als Insekt eingestuft, das die potenzielle Gefahr von schweren und sogar tödlichen Stichen birgt. Im Vergleich zu den meisten anderen Hornissenarten ist sie deutlich gefährlicher. In Nestnähe wird sie sehr aggressiv und gefährlich
Die Asiatische Hornisse ernährt sich von Zucker und Proteinen. Ersteres findet sie in Form von Nektar, Honigtau, und in reifen Früchten, letzteres durch die Jagd auf Insekten. Zucker benötigt sie für den eigenen Energieaufwand, die Proteine dienen der Brutaufzucht. Auf ihrem Eiweiss-Speiseplan machen grössten Anteils die Bienen aus, gefolgt von Wespen, Zweiflüglern und anderen Insekten.
Zur Zeit des Höchststandes ihrer Population bejagt die Asiatische Hornisse Bienen vor den Bienenstöcken.
Eine einzelne Asiatische Hornisse kann bis zu 40 Bienen in der Minute töten. Selbst Bienenstöcke von 30’000 Bienen sind von den Hornissenschwärmen binnen kurzer Zeit vernichtet.
Genau wie einheimische Wespenarten und die hierzulande ansässige Europäische Hornisse (Vespa crabro), überwintert die bereits befruchtete Königin der Vespa velutina ohne Gefolgschaft. Sie zieht sich während der kalten Jahreszeit in ein gut geschütztes Versteck zurück und wartet bis die Temperaturen den Neubeginn im Frühjahr erlauben. Sie startet mit dem Bau eines Primärnestes und zieht die ersten Arbeiterinnen auf. Zu dieser Zeit konkurrieren die Jungköniginnen um Nistplätze.
Kämpfe unter Königinnen und Nestübernahmen, selbst zwischen der einheimischen und der asiatischen Hornisse, wurden beobachtet. Mit steigender Zahl schlüpfender Arbeiterinnen konzentriert sich die Königin auf das Brutgeschäft. Sie überlässt den Arbeiterinnen das Sammeln von Eiweiss und Nektar sowie die Nesterweiterung. Im Sommer beginnen ca. 75 % der Völker mit dem Bau eines Sekundärnestes in sicherer Höhe, in das sie allmählich umziehen. Nach beendeter Pflege der letzten Brut im Primärnest, wird dieses verlassen. Die Kolonie entwickelt sich weiter. Etwa im September beginnt das Volk mit der Aufzucht der Jungköniginnen. Deren Schlupf kann sich bis in den November hinziehen. Zum Ende der Saison verlassen im Durchschnitt etwa 350 begattete Jungköniginnen das Nest. Die im Nest zurückbleibenden Arbeiterinnen überleben den Winter nicht. .
Die Asiatische Hornisse baut Primär- und Sekundärnester. Die Primärnester werden im Frühjahr gegründet und entwickeln sich in der Regel zur Grösse eines Fuss- oder Basketballs. Danach beginnen die Hornissen mit dem Bau eines Sekundärnestes und verlassen das Primärnest. Primärnester befinden sich meist in Bodennähe (bis ca. 2 m Höhe) an geschützten Orten wie Dachvorsprüngen, Schuppen oder dichten Hecken. Die Sekundärnester findet man in der Regel in grosser Höhe (über 10 m).
Bevorzugt werden Baumkronen. Seltener entwickelt sich ein Primärnest ohne Umzug zu einem Sekundärnest in Bodennähe. Von solchen Nestern geht eine ernstzunehmende Gefahr für Menschen aus, da sich die Insekten rasch gestört fühlen können.
Die Nester hoch oben in den Bäumen sind oft sehr schwer zu lokalisieren und werden vielfach erst nach dem Fall des Laubes im Spätherbst entdeckt. Zu dem Zeitpunkt ist unsicher, ob ein Nest noch rechtzeitig entfernt und das Ausfliegen der Jungköniginnen verhindert werden kann.
Zur Reduktion der Anzahl Jungköniginnen macht die Nestentfernung aber trotzdem noch Sinn.
Auf dem Markt existieren Fallen zum Einfangen von Jungköniginnen im Frühjahr. Die Idee ist verlockend, allerdings ist die Wirksamkeit solcher Aktionen fraglich und bisher wissenschaftlich nicht belegt. Die dafür verwendeten Fallen sind weder ausreichend selektiv, noch sind sie effizient. Durch das Fangen von einheimischen Arten ist mit einem Schaden in der Umwelt zu rechnen. Solange die Folgen vom Bejagen der Königinnen im Frühjahr unbekannt sind, wird davon abgeraten.
Die Handlungsempfehlungen für die Kantone unterscheiden bei der Bekämpfung zwei Prioritätsstufen:
1. Priorität Eliminierung: Da wo die Asiatische Hornisse zum ersten Mal auftaucht oder sie sich noch nicht in dichten Populationen etabliert hat, wird ein Auffinden und eine Vernichtung sämtlicher Nester angestrebt.
2. Priorität Eindämmung: Ist es nicht mehr möglich, sämtliche Nester zu finden und zu vernichten, so wird punktuell eingegriffen. Das Ziel ist, die Schäden und Beeinträchtigungen durch die Asiatische Hornisse in vertretbarem Rahmen zu halten und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
In der Schweiz ist eine Ausrottung der Art nicht mehr möglich. Einzig eine Verlangsamung der Ausbreitung mit einer geringeren Populationsdichte kann erreicht werden.
Von Imker/-innen erfordert die Präsenz der Asiatischen Hornisse gewisse Anpassungen an der Betriebsweise. Grosse, gesunde und vitale Völker sind während der ganzen Bienensaison anzustreben. Erfahrungsgemäss werden sie von Asiatischen Hornissen weniger angegriffen.
Der beste Schutz der Bienenvölker ist nach wie vor das Zerstören der Nester der Asiatischen Hornissen. Die Mithilfe der Imkerschaft beim Aufspüren ist erwünscht. Merkblatt und Detailanleitung zur Nestsuche mittels Triangulation stellt der Bienengesundheitsdienst zur Verfügung. Ein aufmerksames Beobachten von Fluglöchern und Trachtpflanzen in Bienenstandnähe ist notwendig. In Gegenden, in denen die Präsenz der Asiatischen Hornisse vermutet wird, können zur frühzeitigen Erkennung Dochtgläser aufgestellt werden.
Gemeinsam können wir einen positiven Einfluss ausüben und die unaufhaltsame Ausbreitung der Asiatischen Hornisse eindämmen. Jeder Beitrag zählt.
Sichtungen unbedingt auf der Website www.asiatischehornisse.ch melden.
Crowdfunding 2025 - BEEsafe-Drone
Mit BEEsafe-Drone starteten wir unser Crowdfunding im Jahre 2025, dieses wurde von verschiedenen Seiten tatkräftig unterstütz. Wir danken den Partnern, den Spender:Innen für das Vertrauen in unser Projekt sowie die grosszügige Unterstützung. Sie haben es uns ermöglicht, eine wetterfeste Drohne DJI Matrice 4TD sowie einen Teil des benötigten Equipments zu beschaffen. Somit können wir unsere Drohnenflüge im Ehrenamt z.G. der Rehkitzrettung, sowie zur Nestsuche der Asiatischen Hornisse ausüben.
Der Betrieb und Unterhalt der Drohne erzeugt jedoch auch laufende Kosten, wie Unterhalt, Softwarelizenzen, Versicherungen, Fahrkosten usw.
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